Unsere Fahrradtour am 15.06.2022

Jahreshauptversammlung am 31.05.2022

„Endlich sehen wir uns wieder!“ Mit diesen Worten eröffnete die Vorsitzende Ilka Wartenberg die Jahreshauptversammlung der Hüruper Landfrauen und freute sich, dass ins Vereinsleben zurzeit ein wenig Normalität zurückgekehrt sei. Viele hätten den gemütlichen Schnack bei den Landfrauen-Treffen doch sehr vermisst, meinte sie.

Coronabedingt konnte die Mitgliederversammlung 2021 nicht abgehalten werden, so dass der Rückblick der Schriftführerin Susanne Paulsen ausnahmsweise einen Zweijahreszeitraum umfasste. Der Bericht war dadurch jedoch nicht länger, denn durch die Lockdowns und Kontaktbeschränkungen konnte auch das Programmangebot an die Mitglieder nur sehr begrenzt ausfallen, was der Vorstand sehr bedauert und ihn vor besondere Herausforderungen gestellt hatte. Im Rahmen dieser Möglichkeiten und unter Einhaltung der Hygieneregeln gab es aber trotz alledem ein paar nette Begegnungen - bei Spaziergängen und Radtouren sowie einigen interessanten Vorträgen. Besondere Highlights waren die Fahrt zur Grünen Woche nach Berlin vor der Pandemie, der Besuch im Gericht und Gerichtsmuseum Flensburg oder das Advents-Special der Gruppe Bidla Buh im „Culturgut“ in Flensburg-Weiche.

Die finanzielle Lage des Landfrauenvereins blieb auch in den Coronajahren relativ stabil, obwohl die Veranstaltungen für die Teilnehmer zumeist kostenfrei waren. Die Kassenprüferinnen attestierten Anke Kraus eine gute und übersichtliche Buchführung.

Dennoch musste der Vorstand unter einem gesonderten Tagungsordnungspunkt die Mitglieder über die Notwendigkeit einer Beitragserhöhung informieren. Bei ohnehin steigenden Kosten für Referentenhonorare oder Fahrkosten verschlinge allein die Abgabe an den Landesverband mehr als die Hälfte des Mitgliedsbeitrages. Auf der Vertreterinnenversammlung 2022 war zudem beschlossen worden, diese Abgabe in den kommenden Jahren noch weiter zu erhöhen. Der Hüruper und einige andere Ortsvereine hatten zwar dagegen gestimmt, konnten sich aber leider nicht durchsetzen. Nach kurzer Diskussion wurde dem Antrag auf eine Erhöhung des Jahresbeitrages um 12 Euro auf insgesamt 36 Euro ab 2023 zugestimmt. Die Vorsitzende bedankte sich für dieses einstimmige Votum und freute sich, dass damit der Gestaltungsspielraum für ein attraktives Veranstaltungsprogramm gewahrt bleibe.

Bereits 2021 stand turnusgemäß der Posten der Kassenwartin zur Wahl. Eigentlich wollte Anke Kraus dieses Amt nach nunmehr fünf Jahren endgültig abgeben, erklärte sich jedoch bereit, bis zur nächsten Jahreshauptversammlung weiterzumachen, da bisher keine Nachfolgerin gefunden werden konnte. Als Dankeschön für die bisher geleistete Arbeit und ihr Engagement für die Landfrauen erhielt sie eine Silberne Biene (als Vorabgeschenk) und einen Blumenstrauß. „Die Abschiedsrede folgt dann im nächsten Jahr“, versprach Ilka Wartenberg. Ihr Dank galt ebenfalls den Verteilerinnen der Programme, die auch jeweils einen kleinen Blumengruß bekamen.

Als Verstärkung für die Vorstandsarbeit konnte Ingrid Giersdorf als Beisitzerin gewonnen werden.                                                                                                                                  (sp)

 

 

Gartengespräche mit Dipl.-Ing. Christine Keetman-Hübsch aus Flensburg

Im Sommer „das Leben“ nach draußen verlegen – wohl dem, der das in seinem Zuhause verwirklichen kann. Ende April hatten die Hüruper Landfrauen Dipl.-Ing. Christine Keetman-Hübsch aus Flensburg zum „Gartengespräch“ auf dem Grundstück ihrer ersten Vorsitzenden Ilka Wartenberg eingeladen. Der wunderschön angelegte Teich und die abwechslungsreiche Bepflanzung waren bereits eine wahre Augenweide und boten das passende Ambiente dafür.  

Die Expertin für das „Outdoor-Wohnen“ erzählte zunächst von ihrem beruflichen Werdegang. Der Ausbildung zur Staudengärtnerin folgte ein Studium der Landschaftspflege mit Schwerpunkt Gartengestaltung. Seit vielen Jahren ist Keetman-Hübsch nun schon selbständig und bietet ihren Kunden Unterstützung an für die Erfüllung ihrer Gartenträume. So konnte sie in Hürup dann auch aus dem Vollen schöpfen in Bezug auf ihre Erfahrungen in der Planung und Umsetzung von öffentlichen und privaten Gartenprojekten. In den Hausgärten, betonte sie, sei es das Besondere, „das Drinnen und Draußen“ zu verbinden. Das könne sogar im Winter gelingen, beispielsweise durch eine geeignete Beleuchtung.

Was die Auswahl der Blumen, Bäume und Pflanzen betreffe, gehe der aktuelle Trend in Richtung Natur und Nachhaltigkeit. Dabei sollten einheimische Gewächse immer bevorzugt werden. „Wächst nicht, gibt das nicht!“, war ebenfalls ein wichtiger Satz im Vortrag. Es käme stets auf den jeweiligen Standort an. Aber ohne ein bisschen Anstrengung und Pflege schaffe man es meistens leider nicht, erklärte die Gartenarchitektin. Doch Gartenarbeit an der frischen Luft könne ja auch ein guter Ausgleich sein, vor allem bei sitzenden Tätigkeiten oder Stress im Beruf.

Die Teilnehmerinnen der ersten Landfrauenveranstaltung in diesem Jahr hatten schließlich noch jede Menge „Fach-Fragen“ mitgebracht, unter anderem für die Pflege von Stauden oder die biologische Bekämpfung von „Beikräutern“ (normal auch Unkräuter genannt!), Krankheiten und Schädlingen. Allgemein war das Interesse groß, welche Blumen sich wo am besten eigneten. Dabei spielten Sonne und Schatten, aber ebenso Wuchs und Blütezeit eine große Rolle. Weitere Fragestellungen ergaben sich beim Rundgang durch den frühlingshaft blühenden Garten. Einig waren sich wohl alle in der Überzeugung, dass ein Garten vor allem Erholungsort sei, den man mit allen Sinnen genießen könne. Stille oder Vogelgezwitscher für die Ohren, Pflanzenvielfalt und Blütenpracht für die Augen, aber auch die Freude, mit den Händen in der Erde zu wühlen und die Früchte seiner Arbeit zu „ernten“.

Der anregende Nachmittag endete auf der Terrasse bei Kaffee, Kuchen und munteren Gesprächen.                  Bericht sp

Fotos mn 

Kur-Urlaub in Swinemünde

Einmal tief durchatmen. Das konnten in der letzten Januarwoche die Teilnehmer der Kurreise nach Swinemünde, organisiert von den Hüruper Landfrauen. Dabei profitierten sie nicht nur von der frischen Meeresluft an der Ostsee, sondern auch von der entspannten Corona-Situation vor Ort, die bei einer Inzidenz von 40 eine gelockerte Atmosphäre ermöglichte, die sie im Hotel Ewerdin und in der Stadt genießen durften. Gleichzeitig wurden die notwendigen Sicherheitsstandards und Hygienevorgaben jedoch zu jeder Zeit eingehalten. Eine Woche lang ließen sich die Reisenden kulinarisch verwöhnen und in der Bäderabteilung ihre kleinen und großen körperlichen „Wehwehchen“ behandeln. Die medizinischen Anwendungen waren vielfältig und taten gut.

Land und Leute wurden der Gruppe bei einem sehr interessanten Nachmittagsausflug rund um Swinemünde nähergebracht. Der Nationalpark Wollin begeisterte mit seiner Waldlandschaft, und auf Karsibor, einer der drei größten Inseln im Stettiner Haff, erwartete die Gäste in einem neu errichteten, gemütlichen Lokal Glühwein und leckerer Kuchen. Es wurde überall gebaut, vor allem um die Infrastruktur zu verbessern. Zum Beispiel warten die Einheimischen sehnsüchtig auf den Tunnel unter der Swine, der dieses Jahr noch fertig werden soll. Aber auch der Tourismus soll vorangebracht werden, man spürte bei den Ausführungen des Reiseleiters durchweg Aufbruchstimmung. Auf der Rücktour fühlte man sich im Seebad Misdroy noch einmal in den Advent versetzt. Die Weihnachtsbeleuchtung wird in Polen erst Ende Januar abmontiert.

Kartenspielen, Bingo-Abend, ein bisschen Tanzmusik oder einfach nur die netten Gespräche beim abendlichen Cocktail taten ihr Übriges, Spaß zu haben und den Alltag zu vergessen. Alles in allem war es ein rundum erholsamer Urlaub, den man nur weiterempfehlen kann.                                                                                                            ( Bericht und Fotos SP )