Gartengespräche mit Dipl.-Ing. Christine Keetman-Hübsch aus Flensburg

Im Sommer „das Leben“ nach draußen verlegen – wohl dem, der das in seinem Zuhause verwirklichen kann. Ende April hatten die Hüruper Landfrauen Dipl.-Ing. Christine Keetman-Hübsch aus Flensburg zum „Gartengespräch“ auf dem Grundstück ihrer ersten Vorsitzenden Ilka Wartenberg eingeladen. Der wunderschön angelegte Teich und die abwechslungsreiche Bepflanzung waren bereits eine wahre Augenweide und boten das passende Ambiente dafür.  

Die Expertin für das „Outdoor-Wohnen“ erzählte zunächst von ihrem beruflichen Werdegang. Der Ausbildung zur Staudengärtnerin folgte ein Studium der Landschaftspflege mit Schwerpunkt Gartengestaltung. Seit vielen Jahren ist Keetman-Hübsch nun schon selbständig und bietet ihren Kunden Unterstützung an für die Erfüllung ihrer Gartenträume. So konnte sie in Hürup dann auch aus dem Vollen schöpfen in Bezug auf ihre Erfahrungen in der Planung und Umsetzung von öffentlichen und privaten Gartenprojekten. In den Hausgärten, betonte sie, sei es das Besondere, „das Drinnen und Draußen“ zu verbinden. Das könne sogar im Winter gelingen, beispielsweise durch eine geeignete Beleuchtung.

Was die Auswahl der Blumen, Bäume und Pflanzen betreffe, gehe der aktuelle Trend in Richtung Natur und Nachhaltigkeit. Dabei sollten einheimische Gewächse immer bevorzugt werden. „Wächst nicht, gibt das nicht!“, war ebenfalls ein wichtiger Satz im Vortrag. Es käme stets auf den jeweiligen Standort an. Aber ohne ein bisschen Anstrengung und Pflege schaffe man es meistens leider nicht, erklärte die Gartenarchitektin. Doch Gartenarbeit an der frischen Luft könne ja auch ein guter Ausgleich sein, vor allem bei sitzenden Tätigkeiten oder Stress im Beruf.

Die Teilnehmerinnen der ersten Landfrauenveranstaltung in diesem Jahr hatten schließlich noch jede Menge „Fach-Fragen“ mitgebracht, unter anderem für die Pflege von Stauden oder die biologische Bekämpfung von „Beikräutern“ (normal auch Unkräuter genannt!), Krankheiten und Schädlingen. Allgemein war das Interesse groß, welche Blumen sich wo am besten eigneten. Dabei spielten Sonne und Schatten, aber ebenso Wuchs und Blütezeit eine große Rolle. Weitere Fragestellungen ergaben sich beim Rundgang durch den frühlingshaft blühenden Garten. Einig waren sich wohl alle in der Überzeugung, dass ein Garten vor allem Erholungsort sei, den man mit allen Sinnen genießen könne. Stille oder Vogelgezwitscher für die Ohren, Pflanzenvielfalt und Blütenpracht für die Augen, aber auch die Freude, mit den Händen in der Erde zu wühlen und die Früchte seiner Arbeit zu „ernten“.

Der anregende Nachmittag endete auf der Terrasse bei Kaffee, Kuchen und munteren Gesprächen.                  Bericht sp

Fotos mn 

Kur-Urlaub in Swinemünde

Einmal tief durchatmen. Das konnten in der letzten Januarwoche die Teilnehmer der Kurreise nach Swinemünde, organisiert von den Hüruper Landfrauen. Dabei profitierten sie nicht nur von der frischen Meeresluft an der Ostsee, sondern auch von der entspannten Corona-Situation vor Ort, die bei einer Inzidenz von 40 eine gelockerte Atmosphäre ermöglichte, die sie im Hotel Ewerdin und in der Stadt genießen durften. Gleichzeitig wurden die notwendigen Sicherheitsstandards und Hygienevorgaben jedoch zu jeder Zeit eingehalten. Eine Woche lang ließen sich die Reisenden kulinarisch verwöhnen und in der Bäderabteilung ihre kleinen und großen körperlichen „Wehwehchen“ behandeln. Die medizinischen Anwendungen waren vielfältig und taten gut.

Land und Leute wurden der Gruppe bei einem sehr interessanten Nachmittagsausflug rund um Swinemünde nähergebracht. Der Nationalpark Wollin begeisterte mit seiner Waldlandschaft, und auf Karsibor, einer der drei größten Inseln im Stettiner Haff, erwartete die Gäste in einem neu errichteten, gemütlichen Lokal Glühwein und leckerer Kuchen. Es wurde überall gebaut, vor allem um die Infrastruktur zu verbessern. Zum Beispiel warten die Einheimischen sehnsüchtig auf den Tunnel unter der Swine, der dieses Jahr noch fertig werden soll. Aber auch der Tourismus soll vorangebracht werden, man spürte bei den Ausführungen des Reiseleiters durchweg Aufbruchstimmung. Auf der Rücktour fühlte man sich im Seebad Misdroy noch einmal in den Advent versetzt. Die Weihnachtsbeleuchtung wird in Polen erst Ende Januar abmontiert.

Kartenspielen, Bingo-Abend, ein bisschen Tanzmusik oder einfach nur die netten Gespräche beim abendlichen Cocktail taten ihr Übriges, Spaß zu haben und den Alltag zu vergessen. Alles in allem war es ein rundum erholsamer Urlaub, den man nur weiterempfehlen kann.                                                                                                            ( Bericht und Fotos SP )